Andrei Heidelin
Keyboard
Zur Person
Streng genommen wurde ich im Westen Asiens geboren. Das Ganze passierte jedenfalls am 23. Mai 1979. Nun lebe ich in einer Filmkulisse in Hannover.
Musikalischer Hintergrund
Relativ "klassisch". Alles ging mit der Schulband Ende der 90er los. Wir waren eine große Truppe, sogar mit einer Brass-Section und wir spielten Pop/Rock-Klassiker. Das hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Es folgten erste "prägende" Erfahrungen mit Coverbands. Dass man mit Anfang 20 einfach zu jung für "Highway to Hell" ist, stelle man erst später fest. Ein paar Jahre lang war ich Stamm-Pianist im Mittwoch:Theater und habe auch bei zahlreichen aufwändigen Inszenierungen mitgemacht. Mit "Radio Silence" folgte 2004 ein Akkustik-Cover-Projekt, an das ich mich gern erinnere. Aber ich habe auch zu der Zeit Hannes kennengelernt, so dass ich mich nach und nach mehr zu LAMBERT hingezogen gefühlt habe und mich daher entscheiden musste.
Warum spielst Du bei LAMBERT?
Weil ich hier richtig bin. Es ist die Art von Musikmachen, die ich mir gewünscht habe.
Wer hat Dich beeinflusst?
Das muss Anfangs meine Mutter gewesen sein, die schon immer Klavier gespielt hat. Zu Schulzeiten ist der Mainstream irgendwie an mir vorbeigezogen, erst später habe ich mich mit Elton John beschäftigt. Er ist jetzt kein besonders begnadeter Pianist, aber ich fand seine Songs kompositorisch recht beeindruckend. Und seine Art, Akkorde aufzulösen hat mich lange beschäftigt. Zwischendurch hat man, wie wahrscheinlich viele andere auch, eine kurze Jazz-Phase, ich nahm sogar Klavierunterricht. Aber das legte sich schnell. Später hörte ich viel Soul und Blues, ohne mich jetzt auf Namen festzulegen. Dann war der gedankliche Sprung zu LAMBERT nicht weit.
Dein Equipment
Ich habe seit kurzem auf Nord Electro 3 gesetzt, und das war bislang die sinnvollste (und zugegeben coolste) Entscheidung in meiner Musikerlaufbahn. Das Teil ist wie für mich gemacht: Es kann nur 3-4 Sachen, die dafür richtig gut. Überladene Keyboard-Schlachtschiffe sehe ich seit dem nicht mehr an. Ansonsten habe ich noch zum Komponieren ein älteres Kawai ES-1, das hat irgendwie eine griffige Tastatur und klingt recht authentisch.
Erste Platte
Ich habe früher tatsächlich " Modern Talking"-Platten von meinem Vater gehört. Das war mit Abstand das Coolste, was es im hintersten Osten Anfang der 90er zu hören gab. Meine erste, tatsächlich eigen bezahlte CD war der " Blues Brothers"-Soundtrack, sowie "Riding With The King" mit Eric Clapton und B. B. King, also gar nicht so lange her. Damals war ich schon um die 20. Ich hatte nie bis dahin das Bedürfnis, viele CDs besitzen zu müssen, um mich mit Musik zu beschäftigen.
Vorbereitung auf ein Konzert
Was mein Equipment angeht, da bin ich in 3 Minuten einsatzbereit. Schnell mein Keyboard-Ständer aufgeklappt, Tasten drauf und 3 Kabel dran. Vor dem Anfang brauche ich aber meine halbe Stunde, um nochmal in mich zu gehen, die Setliste im Kopf durchzugehen. Und klar ist man aufgeregt. Ich hoffe, das Gefühl wird nie weniger, sonst wäre ich falsch am Platz.
Schlimmster Albtraum auf der Bühne
Das muss so um 2001 gewesen sein, als wir mit der damaligen Band auf dem hannoverschen Maschseefest auf der Nordufer-Bühne gespielt haben. Ich weiss bis heute nicht, wie wir zu dieser Ehre gekommen sind. Wir müssen so fürchterlich schlecht gewesen sein, dass uns die Techniker Licht und Strom abgedreht haben. Daher habe ich seit dem wahrscheinlich einen seelischen Knacks, wenn es um Gigs geht. Auf der Bühne mache ich mir weniger Sorgen um mich, sondern mehr um den Rest der Truppe. Ich stelle mir jeden einzelnen vor und hoffe, dass er daran denkt, was wir bei der letzten Probe besprochen haben.
Lieblingslied von LAMBERT
Das ist schon immer " Freunde" gewesen. Ich finde es stimmig, kompositorisch in sich rund und es verbreitet einfach gute Laune. Ich konnte mich mit diesem Song immer gut identifizieren.












